Jülide
Kural
M. Bekaroglu
Jim McVeigh
Mitxel Sarasketa
Tomax Karrera
Irmgard Möller
Christian Ströbele
Christa Klar
Andreas Vogel
D. Maracino
Pierino Matta u.a.
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Regie:
Hüseyin Karabey
Produktion: A-Si
Istanbul 2001
O.m.U. 90min
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Premiere
am 9.12.2001
Kino
NEUES OFF, Hermannstr. 20 (Berlin-Neukölln) Beginn:
16 Uhr
in Anwesenheit des Regisseurs
Hüseyin KARABEY & Mitwirkenden
Eine
Veranstaltung der Kampagne Libertad! in Zusammenarbeit
mit A-SI (Istanbul)
Kontakt:
Libertad! Berlin, Yorkstr. 59, 10965 Berlin, Tel: 78899901,
Fax: 78899902
eMail: Formular,
Internet: www.libertad.de
SESSIZ
ÖLÜM (DER STILLE TOD) ist nach dem mit mehreren
internationalen Filmpreisen ausgezeichneten Kurzfilm
BORAN (1999) das neueste Werk des Regisseurs Hüseyin
Karabey.
SESSIZ ÖLÜM wurde im April 2001 auf dem Istanbuler
Filmfestival welturaufgeführt und rief ein großes
Interesse hervor.
Der
Stille Tod
Zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember 2000 machte
ich in sechs Ländern Filmaufnahmen mit etwa 30
Menschen, die längere Zeit in Isolationshaft waren.
Acht Monate vorher begann in der Türkei die Diskussion
über die sog. F-Typ-Gefängnisse.
Damals erweckten einige Äußerungen des Justizministers
meine Aufmerksamkeit. Wir wollen die europäischen
Standards in die türkischen Gefängnisse einführen,
damit unsere Gefängnisse wie die europäischen
sein werden, hieß es. Um diese europäischen
Standards zu verstehen, entschloss ich mich, einen Dokumentarfilm
zu drehen. Denn in unserem Land glaubt man, dass alles,
was aus Europa kommt, vorteilhaft ist. Die Recherchen
für den Film begann ich in Deutschland. Später
kamen dann Spanien, Italien und die USA hinzu.
Offen gesagt, schon das, was mir in den Vorgesprächen
zu den späteren Aufnahmen begegnete, war furchterregend.
Denn die Haftmethode, die jetzt in der Türkei eingeführt
werden soll, entspricht dem, was in Europa und den USA
als Isolationshaft praktiziert wird. Die Grundidee dieses
Systems ist, dass der Mensch von allen Sinnesreizen
der Außenwelt, der Natur beraubt wird, um so seine
Persönlichkeit zu vernichten.
Die Isolationshaft betrifft nicht nur die Gefängnisse.
Sie ist auch etwas, was gegen die Gesellschaft gerichtet
ist. Wir werden daher bereits in Kürze das Recht
haben, als Gesellschaft nicht zu wissen, was in den
Gefängnissen passiert. Eigentlich ist es bereits
jetzt der Fall... Wissen Sie beispielsweise, was sich
dort zur Zeit abspielt? Wahrscheinlich sind wir die
einzigen, die nicht wissen was wirklich geschieht. Mein
Glaube an das Unwissen und meine Furcht vor dem neuem
Wissen ließen mich zum Zuschauer werden vor den
Erlebnissen der jüngsten Zeit. Diese Arbeit ist
das Produkt meiner Selbstkritik. Was ich hinterfrage,
das bin ich selbst. Denn es ist das, was am ehesten
zu verändern ist...
Hüseyin
Karabey wurde 1970 in Istanbul geboren und drehte bis-ang
fünf Dokumentationen und drei dramaturgische Filme.
Karabeys Filme sind weder geradlinige Dokumentationen
noch rein dramatische Werke. Sie haben einige Unterschiede
in der Filmtechnik zu beiden Genres.
Wir stellen Verbindungen her zwischen Szenen,
die in der Vergangenheit aufgenommen wurden und Szenen,
die in der Gegenwart entstehen. Beide reflektieren reale
Lebenserfahrungen. Einige Szenen wurden in realer Aktion
aufgenommen, andere auf der Bühne dargestellt.
Es ist nicht einfach, die Grenze zwischen beidem klar
zu ziehen.
Die Szene, die auf der Bühne aufgenommen wurde,
ist genauso dramatisch wie der Rest. Die Passagen in
BORAN etwa, wo Angehörige stumm auf einer Müllkippe
suchen, die Konversation und die abschließende
Ohnmachtsszene; das ist nicht nur dramatisch, und wenn
es verbunden wird mit Szenen auf der Bühne, ist
es nicht rein dokumentarisch....
(Hüseyin Karabey)
Filme von Hüseyin Karabey: ATRUS-CAMP
(1996, 25min Die Flucht einer kurdischen Familie
in den Nordirak); 1. MAI (1997, 45min Der Tod
am Tag der Arbeit); Baccelors Inns (1997, 45min
kurdische Arbeiter in Istanbul); Sein Name: Aytaç
(1998, 45min Die Biografie des türk. Schauspielers
Aytaç Arman); Verlorene Menschen und die StraSSe
(1998, 45min Straßenkinder und ihre Familien);
Boran (1999, 35min Verschwundene
in der Türkei). BORAN erhielt 1999 den Preis des
türkischen Kulturministeriums auf dem intern. Kurzfilmfestival
in Antalya sowie weitere Auszeichnungen auf den Filmfestivals
von Tel Aviv, Imola und Santiago de Chile.
Spendenkonto
zur Unterstützung der Hungerstreikenden in der
Türkei:
Stichwort Sessiz Ölüm
Libertad!-Konten
Förderverein Libertad! e.V.
Konto: 8020069300 GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ: 43060967)
Kampagne Libertad!
Konto: 8020069500 GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ: 43060967)
Libertad!-Literaturvertrieb
Konto: 8020069900 GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ: 43060967)
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