Samstag , den 11.02.2012 - 11:07 - online: [an error occurred while processing this directive]
 
 
    English
    Shop & Vertrieb
Impressum
Kontakt
CopyLeft
Suche auf der Homepage
 
Libertad!-Logo  
START  | Aktuell  | Projekte & Kampagnen  | internationale Solidarität  |  |  |  |
 
   
Freiheit für alle politischen Gefangenen weltweit!
   
   
[ Libertad! - Spezial ]
 
{ Gruppe 2 = Spitzeln für den Staatsschutz }
 
   
ORF: Schlickenrieder

 

Codename "Camus"
Schlickenrieder soll vor allem Aktionen in Nigeria und im Atlantik torpediert und außerdem für den deutschen Bundesnachrichtendienst gearbeitet haben

Ein deutscher "V-Mann" hat jahrelang die Umweltschutzorganisation Greenpeace infiltriert und Informationen über Protestaktionen an die Ölfirmen Shell und BP weitergegeben.

Ein entsprechender Bericht der Londoner "Sunday Times" wurde am Sonntag von Fouad Hamdan, dem Kommunikationsdirektor von Greenpeace Deutschland, bestätigt. "Ja, er hat das Vertrauen unserer Leute gewonnen", sagte Hamdan der gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa.

In London angeheuert

Britische Unterhausabgeordnete haben laut "Sunday Times" Aufklärung von Ex-Innenminister Jack Straw verlangt. Dem Bericht zufolge wurde der aus München stammende Manfred Schlickenrieder mit dem Decknamen "Camus" von der Londoner Privatdetektei "Hakluyt" angeheuert.

Die Agentur wurde dem Bericht zufolge 1995 nach dem Skandal um die Shell-Ölplattform "Brent Spar" von ehemaligen Agenten des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 gegründet.

Bekannte Figur in linker Szene

Schlickenrieder war während der vergangenen 20 Jahre eine bekannte Figur unter Linken und Umweltschutzgruppen. Eine linksradikale Schweizer Organisation hatte ihr Mitglied Ende letzten Jahres enttarnt - mehr dazu in "Agent in revolutionärer Mission".

Im Auftrag des BND?

Seither steht der Münchner Filmemacher im Verdacht, unter anderem für den deutschen Bundesnachrichtendienst BND Informationen über die terroristische Rote-Armee-Fraktion (RAF) gesammelt zu haben.

Auch die "Gesellschaft für Bedrohte Völker" wurde laut Hamdan von dem inzwischen untergetauchten V-Mann bespitzelt.

Shell und BP: "Zum Schutz"

Dem Bericht der "Sunday Times" zufolge haben Shell und BP zugegeben, "Hakluyt" zum "Schutz ihrer Angestellten" angeheuert zu haben. Einzelheiten über das taktische Vorgehen der Firma seien den Konzernen aber nicht bekannt gewesen.

Schlickenrieder habe sich 1996/97 auf die Beobachtung von Greenpeace-Protesten gegen die Ölförderung in Nigeria und im Atlantik konzentriert - mehr dazu in "Kampf gegen den Ölmulti".

Greenpeace: "Der Hund war gut"

Er habe die Aktionen im Atlantik "richtig ins Leere laufen lassen" und BP seine Filme zugespielt, erklärte Hamdan. "BP wusste alles und war nie überrascht." Gegenüber der "Sunday Times" sagte Hamdan über den Spitzel: "Der Hund war gut, das muss man zugeben."

Links:


[ document info ]
CopyLeft © Libertad!

[HOCH]Artikel empfehlendrucken verfassen
Interessiert an mehr Infos von u. über Libertad! - Abonniere den elektronischen So oder So-Infodienst
 
Siehe auch:
  Veranstaltungskalender
Spezial
Projekte & Kampagnen

Reden & Texte

Service

WebNews-Ticker