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Das Programmheft
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Perspektiven
internationaler Solidarität
für die Freiheit
der politischen Gefangenen weltweit
Internationale
Arbeitskonferenz Befriedung oder Befreiung?
- Perspektiven internationaler Solidarität,
1.- 5.4.1999 in Berlin, Deutschland
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Veranstalterin der
Konferenz ist das Internationale Komitee der
Konferenz. In gemeinsamer Diskussion entstand
das inhaltliche und organisatorische Konzept
der Arbeitskonferenz. Dem Internationale Komitee
gehören an: Addameer, Gestoras Pro Amnestia,
Verein der Juristen aus Kurdistan, Coordinamente
Mumia Abu Jamal, Libertad! und das deutsche
Organisationskomitee.
Die Wahl des Landes,
in dem die (erste) Arbeitskonferenz stattfindet,
fiel auf Deutschland, weil von Libertad! die
Initiative zu dieser internationalen Zusammenkunft
ausging. Die Hauptlast der organisatorischen
Vorbereitung vor Ort liegt beim deutschen Organisationskomitee.
Dem gehören an: basis, Internationalistische
Gruppe Berlin, Informationsstelle Kurdistan,
Rote Hilfe Bonn, Kein Friede, PAULA, Libertad!,
Rote Hilfe e.V. Bundesvorstand, Angehörigengruppe
und weitere Freund/innen.
Der
Ort: Die Konferenz findet statt: Alte Feuerwache,
Tagungshaus, Axel-Springer-Str. 40/41,
10969 Berlin - Kreuzberg
Die Anmeldung:
Die Konferenz ist öffentlich, bedarf aber
der rechtzeitigen schriftlichen Anmeldung (siehe
Seite 17: Anmeldeformular) bis spätestens
15. 3. 1999
Konferenzbeitrag:
Wir haben uns für einen dreigestaffelten
Beitrag entschieden: 90 DM (sozial) - 120 DM
(politisch) - 250 DM (real). Mit der Anmeldung
muß der Beitrag überwiesen werden.
(Siehe Seite 16: Finanzen)
Ihre Teilnahme
angemeldet haben bereits u.a. folgende Organisationen,
Gruppen und Personen: Comision Argentina por
la Libertad de los Presos Politicos, ODEP Chile,
Autonomi Kollektivet Dänemark, ARDIGUA
Guatemala, Casa Andina de Solidaridad Chile,
Korean Institute for Labor Studies and Policies
Südkorea, Human Rights Mouvement Südkorea,
International Concerned Family &Friends
of Mumia Abu-Jamal USA, IHD Menschenrechtsvereine
Türkei und viele andere.
Herausgeber/in:
Internationales Komitee
Konferenzbüro,
Yorckstr. 59, D-10965 Berlin, Fax: ..., email:
..., Internet: http://www.libertad.de
Konto:
Libertad, Kontonummer: ...,
Spenden unter dem Stichwort
Konferenzspende, Konferenzbeiträge
unter dem Stichwort Anmeldung
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Wie ist die Lage
politischer Gefangener? In jenem oder diesem
Land, unter einem militärischen oder einem
demokratischen Regime? Als gefolterte Gewerkschafter/in,
verschwundene Aktivist/in einer
Basisgruppe oder gefangene/r Angehörige/r
einer bewaffnet kämpfenden Widerstandsgruppe?
Welche Kämpfe führen sie und wie können
sie unterstützt werden: Welche Forderungen
stellen sich, wie kann zusammenarbeitet werden?
Was sind die Erfahrungen der Solidarität
und welche Perspektiven lassen sind entwickeln?
Über das Schicksal
Verfolgter, Verschwundener und politischer
Gefangenen zu sprechen, verlangt auch, über
die Gründe ihres Kampfes, über die
Ursachen gesellschaftlicher Unterdrückung,
die Möglichkeit der Gegenwehr und der Befreiung
zu diskutieren.
Dabei ist die unterschiedliche
Situation von Gefangenen zu berücksichtigen.
Die gegebenen Machtverhältnisse drücken
sich heute zunehmend - wie beispielsweise in
Palästina, Nordirland, Baskenland... -
in Dialogangeboten, Verhandlungen und Friedensverträgen
aus. In der Türkei und Kurdistan, Kolumbien
und Mexiko dagegen im offenen und verdeckten
Krieg.
Spezifisch ist die
Lage politischen Gefangener in demokratischen
Übergängen der ehemaligen Militärdiktaturen
Südamerikas (Chile, Argentinien), in Südkorea
und den Philippinen. Gleiches gilt für
die Industriemetropolen USA, Italien und der
BRD nach dem vorläufigen Ende bewaffneter
Fundamentalopposition.
Der Kampf um gesellschaftliche
Emanzipation wird oftmals abgekoppelt von einer
Auseinandersetzung mit der auch widersprüchlichen
Politik und Geschichte der Linken. Zu ihr gehören
vielfältigste Protest- und Widerstandsaktionen,
bewaffnete Rebellionen und Kämpfe. Im Süden
wie in den westlichen Metropolen. Dies anzuerkennen
verlangt nicht die Zustimmung zu allen Aktionen
und Taten, aber es verlangt, historische Aufbrüche
als das zu respektieren, was sie waren und sind:
Befreiungsversuche der Vernunft aus der Brutalität
und Unvernunft kapitalistischer Weltverhältnisse.
Weil diese Verhältnisse nach wie vor die
Herrschenden sind, sitzen überall auf der
Welt Menschen, die sich gegen sie erhoben haben,
in den Gefängnissen der Macht.
Schnelle Antworten
und leichte Lösung sind nicht zu erwarten,
zu unterschiedlich scheinen die gesellschaftlichen
Bedingungen politischer Bewegungen und ihre
Zielsetzungen. Trotzdem ist eine Verständigung
über eine mögliche internationale
Zusammenarbeit und Koordination notwendig. Das
ist das Hauptziel der Konferenz.
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Seite 4: Zeitplan der Konferenz
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Donnerstag, 1.4.99,
ab 18.00 Uhr:
Eröffnungsveranstaltung
der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: Einführung,
Grußworte, Vorstellung, Musik
Freitag, 2.4.99:
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9 - 10.30 h Kurzpodium:
Erfahrungen und Perspektiven internationaler
Solidaritätsarbeit - Vorstellung der Arbeitsgruppen
Vertreter/innen der Arbeitsgruppen zu Ausgangspunkten
und Zielsetzungen.
- 11 - 12.30 h Arbeitsgruppen
- 14 - 18 h Arbeitsgruppen
- 20 h öffentliche
Veranstaltung, Humboldt-Universität Berlin,
Kinosaal, Unter den Linden 6
Ohne Gerechtigkeit
kein Frieden - Menschenrechte und politische
Gefangene in Demokratisierungs- und Friedensprozessen
(siehe Seite 13)
Samstag, 3.4.99:
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9 - 10 h Kurzpodium
- 10.30 - 12.30 h Arbeitsgruppen
- 14 - 18 h Arbeitsgruppen
- abends: Plenum, Plausch
u.a.
Sonntag, 4.4.99:
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9 - 12.30 h interne Veranstaltung:
Erfahrungen der internationalen
Zusammenarbeit an der Frage der politischen
Gefangenen - Angehörigengruppen und
Solidaritätskomitees verschiedener Länder
berichten aus ihrer internationalen Arbeit (siehe
Seite 14)
- 14 - 18 h Arbeitsgruppen
- abends: Plenum, Plausch
u.a.
Montag, 5.4.99:
-
9 - 14 h Abschlußplenum der Konferenz
Berichte und Vorschläge
aus den Arbeitsgruppen, Aussprache und Resümee
der Konferenz, anschließend Pressekonferenz
- 19 h öffentliche
Veranstaltung, Volksbühne am Rosa Luxemburg
Platz
Perspektiven internationaler
Solidarität - Erfahrungen, Ergebnisse und
Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit
(siehe Seite 15)
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Seite 5: Charakter der Diskussion
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Die Konferenz
ist international und öffentlich - aber
mit Anmeldung.
Eingeladen sind
Solidaritätskomitees, Menschenrechtsorganisationen,
Gewerkschaftler/innen, Student/innen, ehemalige
Gefangene, Angehörigengruppen, Aktivist/innen
aus weltweiten Basis- und Befreiungsprozessen.
Diskutiert werden
sollen Erfahrungen und Perspektiven möglicher
Zusammenarbeit. Die Themen der Arbeitsgruppen
versuchen verschiedene Aspekte staatlicher Unterdrückung
und Bedingungen der Kämpfe und Bewegungen
selbst zu fassen.
Vier Tage der Konferenz
haben jeweils einen Schwerpunkt. Jede
Arbeitsgruppe wird von einer deutschsprachigen
und internationalen Vorbereitung geleitet. Zu
Anfang wird der Tagesschwerpunkt erläutert
und mittels Thesen und Fragen die gemeinsame
Diskussion eröffnet.
Es gibt keine Referent/innen.
Keine Vortrag-Nachfrage-Antwort-Struktur, sondern
Thesen-Diskussion-Ergebnis. Kein Frontalunterricht,
ein gleichberechtigter Arbeitsprozess aller
wird angestrebt.
Wir hören zu
und reden mit, wir erfahren Neues und vertiefen
Bekanntes, wir diskutieren Thesen und erarbeiten
Aktionsvorschläge. Es wird Informationsveranstaltungen
geben; im Rahmen der Konferenz und begleitend.
Aber bestimmend wird die gemeinsame Diskussion
und Arbeit sein.
Keine Konferenz
ist unabhängig von ihrem Austragungsort.
Grundsätzlich, aber besonders auch aufgrund
der Erfahrungen mit dem Verlauf internationaler
Treffen in Deutschland gilt: Wer Fragen stellt,
wird selbst gefragt werden. Wer Antworten möchte,
muß selbst versuchen eine zu geben. In
diesem Sinne soll das Berliner Treffen auch
Raum und Möglichkeiten für Teilnehmer
aus dem Süden bieten, in einen direkten
Dialog miteinander zu treten. Und wo es kein
Podium gibt, kann es auch kein Publikum geben,
sondern nur die Aufforderung sich einzumischen,
eigene Vorstellungen und Positionen in die Diskussion
zu bringen.
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Seite 6: Themen, Arbeitsgruppen, Veranstaltungen
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Die Tage der Konferenz
haben jeweils einen thematischen Schwerpunkt.
Dieses Tagesthema soll in den Arbeitsgruppen,
Plena und internen wie öffentlichen Veranstaltungen
unter den jeweiligen Aspekten und Fragestellungen
erörtert werden. Damit wir trotz der notwendigen
Aufteilung eine gemeinsame Diskussion führen.
Die Themen:
Freitag:
Ausgangsbedingungen und Situation
der eigenen Arbeit
Samstag:
Befriedung oder Befreiung? Rückwirkung
auf politische Gefangene und den Kampf für
die Verwirklichung der Menschenrechte
Sonntag:
Erfahrungen mit und Erwartungen an
internationale Solidarität
Montag:
Möglichkeiten internationaler
Zusammenarbeit: Im Abschlußplenum Diskussion
der Ergebnisse, Schlußfolgerungen und
Vorschläge für gemeinsame Initiativen
Die Arbeitsgruppen:
AG 1: Politische
Justiz und Verteidigung (S. 7)
AG 2: Verhaftet,
verschleppt und verschwunden (S.
8)
AG 3: Frauen
und Knast (S. 9)
AG 4: Menschenwürde,
Widerstand und Organisierung in der Gefangenenschaft
(S.10)
AG 5: Staatliche
Repression und Widerstand von unten (S.11)
AG 6: Der Kampf
um die Solidarität (S.12)
Die Veranstaltungen:
Freitag,
20 Uhr, Ohne Gerechtigkeit
kein Frieden - Friedensprozesse und Demokratisierung
Sonntag,
9 Uhr, Erfahrungen und Erwartungen
internationaler Solidaritätsarbeit
Montag, 18 Uhr,
Perspektiven internationaler Solidarität
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