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11. - 20. Juni 2001:

Kölner Aktionstage gegen das deportation-business der Deutschen Lufthansa AG


Ausstellung -  Filmreihe -  Veranstaltung -  Aktion


Einladung zur Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG am 20. Juni 2001

Im Mai 1999 starb der Sudanese Aamir Mohammed Ageeb an Bord einer Lufthansa Maschine nach Kairo. Ageebs Tod war der Auslöser für das bundesweite Netzwerk "kein mensch ist illegal" eine internationale Kampagne gegen Abschiebungen durch die Lufthansa zu starten. Mit vielfältigen Aktionen auf Flughäfen, vor Reisebüros, im Internet und Projekten wie der Ausstellung ist es seit dem gelungen, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und auf die Mitverantwortung der Lufthansa bei der unmenschlichen Abschiebepraxis aufmerksam zu machen. Es handelt sich dabei nicht um eine Boykottkampagne. Vielmehr werden Fluggäste und Flugpersonal zur Zivilcourage und zum Handeln gegen Abschiebungen aufgerufen. Die Kampagne blieb nicht ohne Wirkung. Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert ihre Mitglieder auf, sich in jedem Fall davon zu überzeugen, dass Passagiere freiwillig mitfliegen und "passengers not willing to travel" nicht zu transportieren. Vorläufiger Höhepunkt der Aktionen waren die Tumulte auf der Jahreshauptversammlung der Lufthansa AG im Juni letzten Jahres im ICC in Berlin. Dort forderten neben "FlugbegleiterInnen gegen Abschiebungen", AktivistInnen von "kein mensch ist illegal" sowie kritische Aktionäre das Ende der "deportation class". Vorstandssprecher Jürgen Weber kündigte daraufhin an, Verhandlungen mit der Bundesregierung über die Befreiung von der Beförderungspflicht für sogenannte "deportees" zu führen. Seine Ankündigung, auf das Geschäft mit der Abschiebung zu verzichten, blieb bisher folgenlos. Daher wollen wir unsere Forderungen auf der diesjährigen Hauptversammlung erneut entschieden vortragen und den Vorstand und die Aktionäre der Lufthansa AG an das Versprechen des Vorstandsvorsitzenden erinnern. Stop deportation business!

Wer Aktien der Lufthansa AG besitzt, sollte die Stimmrechte dem Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre übertragen.

Telefon: 0221- 5 99 56 47
Email: dachverband@kritischeaktionaere.de



  Plakatausstellung "deportation.class - gegen das Geschäft mit Abschiebungen"

11. - 20. Juni 2001 im Filmhaus-Kino Köln, Maybachstrasse 111

Auf der Suche nach einem Plakat zur Kampagne gegen das Geschäft mit der Abschiebung durch die Lufthansa AG wurden Künstlerinnen und Grafiker zu einem Plakatwettbewerb aufgerufen. Mehr als 20 Entwürfe wurden eingesandt. Eine Jury aus Künstlerinnen und Aktivisten von "Kein Mensch ist illegal" wählte im Februar 2000 das Plakat "lufttransaction special" als zentrales Kampagnenplakat aus. Eine Auswahl der Entwürfe bilden den Hauptteil der Ausstellung. Daneben bieten fünf Stelltafeln Hintergründe zum Thema. Seit Mai letzten Jahres ist die Ausstellung mit großem Erfolg europaweit auf Tour.

Vernissage: 11. Juni 2001, 18 Uhr Filmhaus.



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Begleitprogramm in Zusammenarbeit mit dem Filmhaus Köln und filminitiativ köln e.V.:


11. Juni, 21 Uhr 30. 16. Juni, 17 Uhr 30.
Drachenfutter.  D 1997, 79 Min. Regie: Jan Schütte.
Shezad, ein pakistanischer Flüchtling, träumt zusammen mit einem chinesischen Kellner von der Eröffnung eines Restaurants in Hamburg. Der Traum platzt als Shezad abgeschoben wird. Vorprogramm: Der Blinde Passagier. Zaire 1996, 15 Min. Regie: José Laplaine.


11. Juni 19 Uhr 30. 17. Juni 17 Uhr 30.
Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen Oder wie die Juden in die Freiheit kamen
D 1990, 98 Min. Regie: Dietrich Schubert.
Dokumentation über die Fluchtbewegungen jüdischer Flüchtlinge in der Westeifel an der belgischen Grenze.


12. und 13 Juni, 21 Uhr 30.
Blinder Passagier - De Verstekeling  NL 1997, 90 Min. Regie: Ben van Lieshout.
Ein usbekischer Flüchtling landet als blinder Schiffspassagier statt in New York in Rotterdam. Bei Katharina findet er Unterschlupf. Als deren Ehemann zurückkehrt, verpfeift dieser den Gast bei der Fremdenpolizei.


14. und 15. Juni, 21 Uhr 30.
Otomo  1999, 85 Min. Regie: Frieder Schlaich.
Nach einer Fahrscheinkontrolle ersticht ein abgelehnter Asylbewerber aus Westafrika zwei Polizisten und verletzt drei weitere, bevor er selbst erschossen wird. Die Lokalpresse nutzt die Tat zur rassistischen Stimmungsmache. Der Film beruht auf einer authentischen Geschichte, die sich im Sommer 1989 in Stuttgart ereignete und fiktionalisiert die letzten Stunden Frederik Otomos, dessen wahre Identität nie zweifelsfrei geklärt werden konnte.


16. und 17. Juni, 21 Uhr 30.
CHEB - Flucht aus Afrika  F/Algerien 1990, 82 Min. Regie: Rachid Bouchared.
Merwan wird wegen eines Gesetzesverstoßes aus Frankreich nach Algerien ausgewiesen und wird dort zum Militärdienst einberufen. Gemeinsam mit Malika, die ebenfalls gegen ihren Willen in Algerien ist, entschließt er sich zur Flucht aus Afrika.


18. und 20. Juni, 21 Uhr 30.
La Promesse - Das Versprechen  F 1996, 93 Min, OmU. Regie: Luc und Jean Pierre Dardenne.
Igor rebelliert gegen seinen Vater, der illegalisierte Einwanderer ausbeutet, als dieser einen der Illegalen bei einem Arbeitsunfall einfach sterben lässt.


19. Juni, 21 Uhr 30.
Raus aus dem Schatten - Die Kirche St. Bernard und der Kampf der "sans papiers"
D/F 1999, 62 Min. Regie: Jochen Kraus und Florian Schneider.
Im Sommer 1996 besetzen 300 illegalisierte Einwanderer die Kirche St. Bernrad in Paris mit der Forderung nach gleichen Rechten und dauerhaften Aufenthaltsgenehmigungen für Alle. Der Film rekonstruiert die Ereignisse und die Entwicklung einer Bewegung, die über die Grenzen Frankreichs hinaus eine Bedeutung für die Kämpfe Illegalisierter in Europa hatte.



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  18. Juni 2001: Veranstaltung

"Juden und Polen wurden schlechter als ein Hund behandelt"
Zwangsarbeit bei der Deutschen Lufthansa unter dem Hakenkreuz


Mit Jan Matusiak, ehemaliger Zwangsarbeiter aus Lodz/Polen. Moderation Heinz Humbach, VVN.
Veranstalter: "Kein Mensch ist illegal" gemeinsam mit dem Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, AntifaK, Infoladen Köln.

20 Uhr. Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, 50670 Köln.



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20. Juni 2001: Aktion

"Stop deportation.class!" - Besuch der Jahreshauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG.

9 Uhr. Treffpunkt vor dem Haupteingang der Kölnarena in Köln-Deutz.

10 Uhr. Online-Demo auf dem Internetportal der Lufthansa AG.
Treffpunkt: http://go.to/online-demo oder http://stop-depclass.scene.as



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