| Frequently Asked Questions |
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Was ist eine Online-Demo? Was ist das Ziel der Online-Demo? Ist das Ziel der Online-Demo realistisch? Wie kann ich an der Online-Demo teilnehmen? Wie kann ich mitmachen, wenn ich keinen Internetzugang habe? Ist die Online-Demo illegal? Was kann mir passieren, wenn ich bei der Online-Demo mitmache? |
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Was ist eine Online-Demo? Einer Online-Demonstration kann man verschiedene Gestalt geben. Diese hier kann als eine Sitzblockade auf dem Datenhighway oder noch besser als virtuelle Übersetzung eines Go-ins verstanden werden: Die Demonstration wird öffentlich angekündigt, Anlass und Ziel werden erklärt. Zu gegebenem Zeitpunkt greifen die DemonstrantInnen massenhaft und zeitgleich auf websites der Lufthansa AG und die dortigen Angebote zu - wie etwa, wenn sich bei einem Go-in in einem Reisebüro hundertfünfzig statt der normalen fünf KundInnen gleichzeitig nach Flugverbindungen erkundigten. Die Folge: die Zugriffe der DemonstrantInnen auf die Grossrechner, die jene Internet-Seiten zur Verfügung stellen, verlangsamen den Datenfluss oder bringen ihn gar zum Erliegen - was einer Blockade entspräche. Es werden dabei keine Daten zerstört, verändert, entführt oder gestohlen - allein der Zugang wird zeitweise erschwert oder blockiert. Die Demonstration erzielt allein bei grosser Beteiligung Wirkung, sie funktioniert nach dem Prinzip: eine Person = ein Rechner = eine Stimme. Eine elektronische Abstimmung gegen das Abschiebegeschäft. |
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Was ist das Ziel der Online-Demo? Die Online-Demonstration soll den öffentlichen Druck auf die Lufthansa AG erhöhen, um den Konzern zur Aufgabe der Abschiebeflüge zu bewegen. Zahlreichen Proteste und eine kritische Medienberichterstattung haben der Lufthansa bereits deutlich gemacht, dass es ein schmutziges Geschäft ist, mit Abschiebungen Geld zu verdienen. Das ist der Lufthansa sichtlich unangenehm, schliesslich ist Image in der harten Konkurrenz millionenschweres Kapital. Anstatt wirklicher Konsequenzen zog es der Konzern bislang vor zu beschwichtigen und sich um Diskretion zu bemühen. Das Herzstück der zukünftigen Lufthansa-Konzernstrategie ist der Ausbau des Internetportals zu einem gigantischen virtuellen Reisebüro, das schon im Jahr 2005 40% der Umsätze erwirtschaften soll. Der Konzernvorstand präsentiert AnlegerInnen, KundInnen und der Öffentlichkeit - stets verbunden mit dem Hinweis auf die Gewinnsteigerung durch das Internetportal - leuchtende Zukunftsaussichten. Sollte es da gelingen, die Internetpräsenz des Konzerns deutlich zu beeinträchtigen oder gar zu blockieren, wird das die Überlegungen der Vorstandsmitglieder beflügeln: es ist an der Zeit, die berechtigte Kritik zu beherzigen und dem deportation business ein Ende zu setzen |
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Ist das Ziel der Online-Demo realistisch? Eine Erfolgsgarantie gibt es bei Online-Demonstrationen sowenig wie bei Strassenblockaden. Die Lufthansa verfügt über beachtliche Rechenkapazitäten, um ihre Internetpräsenz aufrechtzuerhalten. Da es sich um eine vorab angekündigte Demonstration handelt, hat der Konzern zusätzlich die Möglichkeit, sich technisch auf Belastungen einzustellen. Dies ist aber in einem entscheidenden Punkt begrenzt: die Lufthansa kann nicht ihr Internetportal schliessen. So wird es DemonstrantInnen möglich sein, das virtuelle Reisebüro als potentielle KundInnen zu besuchen. Die Protest-Software ist so konzipiert, dass die Lufthansa DemonstrantInnen erst von KundInnen unterscheiden kann, wenn die Demonstration bereits stattfindet - zu spät. Der Erfolg der Online-Demo wird wesentlich von einer hohen TeilnehmerInnenzahl und von der politischen Ausstrahlungskraft in der Öffentlichkeit abhängen. Wer demokratisch gesinnt ist, wird zustimmen: es ist - vorsichtig ausgedrückt - in höchstem Masse kritikwürdig, an Abschiebungen mitzuwirken, aber damit auch noch Geld zu verdienen ist wirklich verkommen. Und: selbstverständlich ist das Internet kein demonstrationsfreier Raum. Wer solcherart Geschäfte macht und mit eCommerce Millionen verdient, wird mit eProtest zu rechnen haben. |
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Wie kann ich an der Online-Demo teilnehmen? Ganz einfach. Alles, was Du dazu brauchst, ist ein Computer mit Internetanschluss. Die Protest-Software kannst du von unserer website herunterladen und auf deinem Computer installieren. Wie das geht und was du beachten musst, wird in einem Beitext erklärt werden. Sollte es trotzdem Probleme oder Unklarheiten geben, kannst du dich per email oder Telefon an unseren support wenden. Keine Hemmungen, es gibt keine dummen Fragen! Wenn die Demonstration losgeht, startest du deinen Computer und die Protest-Software, die dir alles weitere erklären wird und nach ein paar Einstellungsüberprüfungen automatisch auf die Lufthansa-sites zugreifen wird. Direkt nach der Demo kannst Du dann hier nachlesen, wie sie verlaufen ist. Wenn Du schon im Vorfeld mithelfen willst, die Demo zu einem Erfolg zu machen, kannst Du dich an der Mobilisierung beteiligen. Infos und Materialen dazu findest du auf auf dieser site. |
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Wie kann ich mitmachen, wenn ich keinen Internetzugang habe? Wenn Dir kein Computer mit Internetanschluss zur Verfügung steht, kannst Du öffentliche Rechner nutzen. Neben Internetcafés, wo Du für eine halbe Stunde Internet im Schnitt einen Euro bezahlen musst, bieten in Deutschland viele Bibliotheken, Unis und einige Jugendclubs kostenlose Internetzugänge. Wir hoffen, dass sich Initiativen finden, die für die Online-Demo öffentliche Rechner zur Verfügung stellen. Aber sollte dies nicht in deiner Umgebung geschehen, so findest du auf dieser site demnächst einige Listen mit Internetcafés und öffentlichen Rechnern. Nicht immer, aber oft kannst du bei öffentlichen Rechnern nichts herunterladen und bzw. oder installieren. Das ist in diesem Zusammenhang schlecht. Deshalb suche lieber eine solche Möglichkeit. Solltest du keinen solchen Rechner finden, schicke uns bitte rechtzeitig ein email, dann erklären wir dir, wie du ohne Installation direkt im Internet teilnehmen kannst. |
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Ist die Online-Demo illegal? Nein. In Deutschland, als Sitz der Lufthansa AG in diese Frage der massgebliche Ort, ist es nicht verboten, Internetseiten aufzurufen und die dortigen Angebote wahrzunehmen - auch nicht wenn dies mehrfach oder gemeinsam geschieht. Das und nichts anderes wirst Du als DemonstrationsteilnehmerIn tun. Es gibt ein Grundrecht auf Demonstrationen in Deutschland und keinen Grund dafür, dass dies nicht im virtuellen öffentlichen Raum gelten sollte. Da das geltende Demonstrationsrecht aber nicht von Machthabern geschenkt wurde und dies im Internet wohl nicht anders sein wird, sind Demonstrationen dafür der richtige Weg. Das ist das eine. Etwas anderes ist, dass Netzaktionen in Deutschland juristisch umstritten sind. Das deutsche Innenministerium hat einerseits ein Verbot sogenannter Denial of Service (DoS)-Attacken erwogen [dazu: kritis-bericht] - auf der anderen Seite hat das Ministerium selbst solche Aktionen gegen im Ausland gehostete Nazi-sites angekündigt [dazu: spiegel-online]. Diese Widersprüche zeigen, dass Netzaktionen in der Rechtsprechung neues Terrain sind. |
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Was kann mir passieren, wenn ich bei der Online-Demo mitmache? Die Teilnahme an Demonstrationen ist ein Grundrecht in Deutschland. Da die Polizei ihre Entscheidung, persönliche Daten von DemonstrantInnen zu sammeln, nicht von solchen Fragen abhängig zu machen pflegt, kann dies auch bei der Online-Demo oder schon jetzt, während Du diese site aufgerufen hast, der Fall sein. Das ist kein Quatsch, sondern Überwachung. Wir können nicht ausschliessen, dass die Lufthansa an diesen Daten interessiert sein könnte und es ihr auch gelingen würde, sie sich mit etwas Aufwand zu beschaffen. Obwohl die Demo keine Straftat ist, kann auch nicht ganz ausgeschlossen werden, dass die Lufthansa so plump sein könnte, beliebige DemonstrationsteilnehmerInnen zivilrechtlich zu verklagen - schliesslich versuchte sie dies schon aufgrund einer konzernkritischen Ausstellung im Netz [ ausstellung ]. Prinzipiell gibt es für Dich zwei Wege mit dieser nicht sehr warscheinlichen, aber eben möglichen Verfolgung umzugehen. Du kannst von einem öffentlichen Rechner aus anonym an der Demo teilnehmen. Das ist eine Möglichkeit, die wir nennen, aber nicht empfehlen wollen. Weil es ein Recht auf öffentliche Demonstrationen gibt. Wenn staatliche Behörden oder ein Konzern dieses Recht durch phantasielose Zivilklagen oder anderes in Frage zu stellen versuchen - bitte schön, dann erst recht! Es gibt keinen Grund, sich einschüchtern zu lassen, und weniger noch, bevor überhaupt etwas passiert ist, das ohnehin unwarscheinlich ist. |
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