Info in weiteren Sprachen:  POLNISCH  |  ITALIENISCH  | TÜRKISCH
! bookmark:  http://go.to/online-demo or http://stop-depclass.scene.as !
! download: buttons & banners for your homepage - look and download !
 

About this site...

20. Juni, 10 Uhr [8.00 GMT]: Online-Demonstration against Deportation Business


Tag für Tag sind es über hundert Menschen, die mit Gewalt in ein anderes Land verfrachtet werden, nur weil sie keine deutschen Pass haben - und noch viel mehr müssen ständig mit der Bedrohung leben: Morgen könnten sie kommen, um mich zu holen. Jedes Jahr werden etwa 40.000 Menschen aus Deutschland abgeschoben. Und der deutsche Staat, seine Behörden und Polizisten, die sich dieses Unrecht anmassen, können dabei bequem auf das weltweite Verbindungsnetz der Lufthansa zurückgreifen. Die grösste Fluglinie Europas stellt ihre Direktverbindungen willfährig zur Verfügung und machte sich zum Handlanger der Abschiebepolitik. Kein Zufall, dass sich beide Todesfälle bei Abschiebungen aus Deutschland - Kola Bankole 1994 und Aamir Ageeb 1999 - in Lufthansa-Maschinen ereigneten.

Für die Lufthansa ist das alles business. Ein verkauftes "deportee-ticket" unterscheidet sich in der Konzernbilanz nicht von einem Urlaubsflugschein. Aber deportation business ist kein business as usual. Es ist ein schmutziges Geschäft. Darauf haben zahlreiche Menschenrechtsorganisationen den Konzern immer wieder hingewiesen. Das antirassistische Netzwerk kein mensch ist illegal startete deshalb eine Kampagne, um das saubere Image der Lufthansa durch zu trüben: deportation class. Aber trotz dieser breiten Kampagne und einer ausgesprochen kritischen Medienberichterstattung zeigen sich die Manager nach wie vor uneinsichtig.

Die Lufthansa bereitet die Umstellung ihrer Verkaufs- und Vertriebsstrategie auf das Internet vor. Aber die Manager sollten sich nicht dem Gedanken hingeben, diese Verlagerung der Geschäfte ins Virtuelle könnte bedeuten, dass nun keine Demonstrationen mehr den reibungslosen Ablauf stören, wie dies in Reisebüros und vor Flugschaltern der Fall ist. Dies wäre nur durch einen Rückzug aus dem Abschiebegeschäft zu erreichen.

eCommerce? Wir können auch eProtest. Lufthansa Goes Offline.





Wer sind wir?

Die Online-Demonstration ist eine Initative des antirassistischen Netzwerks kein mensch ist illegal und der Solidaritätsinitiative Libertad!. Inzwischen haben sich Einzelpersonen und Komitees aus verschiedenen Ländern angeschlossen und beteiligen sich an der Demonstrationsvorbereitung.

Die Kampagne kein mensch ist illegal wurde im Juni 1997 auf der documenta X in Kassel gestartet. In wenigen Wochen schlossen sich mehr als 200 Gruppen und Organisationen, sowie tausende von Einzelpersonen einem Appell an, Flüchtlinge und MigrantInnen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus "bei der Ein- oder Weiterreise zu unterstützen, MigrantInnen Arbeit und Papiere zu verschaffen, medizinische Versorgung, Schule und Ausbildung, Unterkunft und materielles Überleben zu gewährleisten." In den letzten drei Jahren hat sich auf der Basis dieses Appells ein auf verschiedenen Ebenen arbeitendes Netzwerk entwickelt. Eine der Initativen von kein mensch ist illegal ist die Kampagne gegen die Lufthansa Deportation Class.
Die Kampagne Libertad! entstand in Folge des internationalen Kongresses '500 Jahre Kolonialismus und Widerstand' 1992 in München. Libertad! arbeitet an einer Vernetzung internationaler Komitees und Basisbewegungen und setzt sich für die Freiheit von politischen Gefangenen ein. Libertad! hat Mitglieder und Ortsgruppen in verschiedenen Städten Deutschlands. top