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''kein mensch ist illegal''
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WIRTSCHAFT & INLAND
PRESSE-INFORMATION
KÖLN, 17. JUNI 2001
Der Lufthansa
stehen nach dem Pilotenstreik wegen ihrer Abschiebepraxis zur Aktionärsversammlung
in Köln erneut Turbulenzen bevor Das Netzwerk ''kein mensch ist
illegal'', der ''Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und
Aktionäre'' und ''Libertad!'' kündigen zur Jahreshauptversammlung
der Deutschen Lufthansa AG am Mittwoch, 20. Juni, in der Kölnarena
heftige Proteste gegen das Geschäft mit Abschiebungen in der
''deportation.class'' an.
''Wir werden den
reibungslosen Ablauf der Aktionärsversammlung stören'',
so Kurt Lindner von ''kein mensch ist illegal'': ''Gleichzeitig werden
international Zehntausende an der Online-Demo im Internet teilnehmen.''
Ziel der Proteste sei es, den Konzern endlich zur Aufgabe des ''deportation-business''
zu bewegen. ''Wir fordern eine verbindliche Erklärung der Lufthansa,
Abschiebehäftlinge grundsätzlich nicht mehr zu befördern'',
erklärt Lindner.
Mit Aktionen auf
Flughäfen im In- und Ausland, vor Niederlassungen des Konzern,
in Reisebüros und im Internet sei es ''kein mensch ist illegal''
gelungen, die Öffentlichkeit auf die Mitverantwortung des Luftfahrtkonzerns
bei der Abschiebepraxis aufmerksam zu machen. ''Der Imageschaden für
den Konzern ist enorm'', sagt Lindner. Der Aufruf zur Zivilcourage
gegen Abschiebungen sei nicht ohne Wirkung geblieben. Immer mehr Piloten
der Airline verweigern den Transport von Abschiebehäftlingen.
Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert Flugkapitäne dazu auf,
''passengers not willing to travel'' nicht mehr zu transportieren.
Das Management
reagiert nervös. Weil die angekündigten Proteste nicht verboten
sind, bedroht der Konzern nun Initiativen, die den Protest gegen Abschiebungen
unterstützen, mit horrenden Zwangsgeldern. Auf Antrag der Lufthansa
AG erließ das Landgericht Frankfurt gegen die Berliner Forschungsgesellschaft
Flucht und Migration, deren Büro früher als Postadresse
für ''kein mensch ist illegal'' fungierte, eine einstweilige
Verfügung mit dem Ziel, eine verfremdete Werbung aus dem Internet
zu entfernen. ''Das ist ein lächerlicher Einschüchterungsversuch'',
so der Sprecher von ''kein mensch ist illegal''.
''Wenn die Lufthansa weiter abschiebt, wird sich die Kampagne gegen
das ''deportation-business'' des Konzerns international verbreitern,
schließlich sind auch andere internationale Fluggesellschaften
Ziel von Protestaktionen gegen Abschiebungen.''
weitere Informationen:
Tel 0179-4982450; Email: kmii-koeln@gmx.net;
Mi.20.6. ab 14:00 aktuelle Informationen uhd Bilder von Aktionen:
www.kmii-koeln.de ;
Hintergründe: www.deportation-alliance.com; http://go.to/online-demo
; www.kritischeaktionaere.de
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