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Fünf Jahre dauert der so genannte Krieg
gegen den Terror schon an. Dieser Krieg
schützt den Weltmarkt und die westliche
Lebensweise in den Wohlstandsinseln der
Welt. Er ist nicht lokal begrenzt.
Er ist Weltinnenpolitik, um die vielfältigen
sozialen und politischen Krisen in den Griff zu
kriegen. Seinem Wesen nach ist er endlos.
Krieg heißt Folter und Folter
ist Krieg gegen die Gesellschaft.
Inzwischen wissen alle, dass im Rahmen dieses
Krieges Menschen entführt, in geheime Gefängnisse
verschleppt und dort gefoltert werden. Es gelten
neue Maßstäbe: im globalen rechtsfreien
Raum sind die Menschenrechte im Namen der Menschenrechte
außer Kraft gesetzt.
Dieser Krieg dient unmittelbar der Disziplinierung
und autoritären Strukturierung der Gesellschaft.
Das ist die gesellschaftliche Dimension der Folter.
Was bereits in den wenigen Jahren dieses Anti-Terror-Krieges
durchgesetzt wurde, wird nicht über Nacht
wie ein böser Spuk verschwinden.
Es ist kein Geheimnis: Misshandlungen bei Befragungen
in Knästen und (Flüchtlings-)Lagern
gehören zum Alltag - vom deutschen Polizeirevier
bis nach Guantánamo. Die alltägliche
Folter wird aber erst zum Thema, wenn Bilder,
Aktennotizen oder ein beim Verhör Verstorbener
in die Öffentlichkeit gelangen. Diese Fälle
gelten dann als einmaliger Ausrutscher. Aber der
Schritt vom "bedauerlichen Einzelfall"
zum System der Folter ist längst vollzogen.
Folter ist ein Synonym für Diktaturen -
und so versuchen ihre demokratischen Befürworter
eine Revison der Sprache, um das Folterverbot
zu revidieren. Tatsächlich führt
die Befürwortung der Folter als "letzte
Mittel" des Rechtstaates nicht zur Rettung
von Menschenleben, sondern nach Abu Ghraib!
Widerstand & Solidarität
gegen Folter, Hinrichtungen, Sonder- und Lagerhaft
Im Zusammenhang mit der aktuellen Entwicklung
imperialistischer Vormacht im und mittels des
"Krieg gegen den Terror" initierte Libertad!
eine Antifolterkampagne:
Darin wollen wir die Zusammenhänge imperialistische
Interessen - Funktionalisierung und Liquidierung
der Menschenrechte aufzeigen, die Heuchelei sowohl
der Koalition der Willigen wie die
der Unwilligen angreifen, der Legenden
der Ausrutscher die Systematik gegenüber
stellen, - eben Stellung beziehen gegen Folter,
gezielte Tötungen, Lager etc.
Die Aufdeckung der US-Folter im Irak macht es
notwendig präsent zu sein - und deutlich
zu machen, dass das, was in Abu Graib geschah,
kein Ausrutscher war, sondern Teil einer Systematik,
die in der aktuellen imperialistischen Politik
begründet ist.
Die Aktivitäten sollen den Bogen spannen
von Guantanamo-Bay, über Abu Graib, den staatlichen
gezielten Tötungen, den Folter-Joint-Ventures
z.B. zwischen den USA und Marrokko bis den europäischen
Folterdebatten in Italien und Deutschland. Verknüpfungen
sollten und können hergestellt werden zu
den Abschottungsstrategien gegen Flüchtlinge
und Migrant/innen und der entsprechender exterritorialen
Lagerpolitik, Isolationshaft in Europa, EU-Antiterrorliste
und neue Sicherheitsgesetze, DNA-Datei und Islamisten-Kartei....
Ziel ist dabei auch in die Folterdebatte um Daschner
und seine Symphatisanten einzugreifen: eine Konkretisierung
auf unsere Situation und Ebene ist es die Folter-Symphatisanten
in Deutschland anzugreifen und blosszustellen.
Dabei geht es uns darum, die internationale Entwicklung
("Globalisierung", permanente Kriege,
Menschenrechts-Shutdown...) mit der Entwicklung
in Europa/Deutschland zu verknüpfen - und
Aktivitätsmöglichkeiten zu schaffen:
Verschärfung der "Inneren Sicherheit"
und Durchsetzung der x-ten "Anti-Terror-Pakete".
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