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Aktivitäten zum
Aktionstag 18. März:
- 17.
März - Magdeburg: Infoveranstaltung
mit einem ehemaligen Gefangenen aus dem Baskenland.
Anlässlich des 18. Maerz - dem Tag der politischen
Gefangenen und dem Hungerstreik der Gefangenen vom
15. bis 26. Maerz 2005.Tag der politischen Gefangenen
- 18 Uhr im BUND (Olvenstedter Straße 10, 2.
Etage - Referat mit Übersetzung und Film - organisiert
durch die Solidaritätsgruppe OIHUKA und Gruppe
Internationale Solidarität (Magdeburg)
- 18. März - Heidelberg:
Anatomieplatz, Kundgebung - 16.00 Uhr - http://www.rote-hilfe.de/heidelberg
- 18.
März - Wien: Demonstration:
Wir fragten nicht um Erlaubnis, um frei zu sein -
17:30 Uhr | U4 Station Stadtpark / Johannesgasse.
siehe
Aufruf
- 18. März - Hamburg: Knastkundgebung
vor Santa Fu (JVA Fuhlsbüttel), Am Hasenberge
26 - 17 Uhr vor Haus 2 / 18.30 Uhr vorm
Abschiebeknast (Haus 1). Siehe
Aufruf
- 18. März - Stuttgart:
Solidarität und Bewusstsein! Am 18. März
auf die Straße gehen! Freiheit aller polit.
Gefangenen! Knäste zu Baulücken! - Kundgebung
vor der JVA Stuttgart-Stammheim (Endhaltestelle U15)
- 18:00 Uhr / Veranstaltung im BAZ 110 (Haltestelle
Schwabstraße); ehemalige Gefangene berichten
über ihre Erfahrungen in Stammheim - 20:00
Uhr (ABC-RTS c/o Infoladen, Ludwigstr. 110a, 70197
Stuttgart
Infos: http://de.indymedia.org/2005/03/109270.shtml)
- 19.März - Berlin:
Demonstration zum Aktionstag 18. März in Berlin
- 13:00 Treptowcenter Elsenstraße - Aufruf
zur Demonstration als Druckvorlage
- Blider zur Demo: http://de.indymedia.org/2005/03/109655.shtml
- Kundgebung in Heidelberg am Fr., 18. März
2005, 16.00 Uhr Anatomieplatz
Aufruf zur Demonstration zum Aktionstag 18. März
in Berlin
repression kennt keine grenzen unsere solidarität
auch nicht
demonstration in berlin am 19.03.05 13:00 treptowcenter
elsenstraße
Im Sommer 2001 beteiligten sich mehrere hunderttausend
Menschen an den Protesten gegen den EU-Gipfel in Göteborg
und das Treffen der G8 in Genua. Auch in der BRD hatten
viele verschiedene linke Spektren dorthin mobilisiert.
Neben dem großen Mobilisierungserfolg blieben
die beiden Ereignisse vielen auch wegen der Repressionsmaßnahmen
in Erinnerung. Schon im Vorfeld sprachen die Behörden
Ein- und Ausreiseverbote aus, vor Ort wurden Hunderte
verhaftet oder von Polizeieinheiten schwer misshandelt,
einige durch Schusswaffen schwer verletzt und ein Carabiniere
erschoss Carlo Giuliani. Neben der quasi militärischen
Repression bauen die europäischen Regierungen die
bürokratischen Instrumente ungehemmt aus. Der Informationsaustausch
der europäischen Polizeibehörden ist mittlerweile
durch ein eigenes Datenbanksystem, Eurojust gewährleistet
und eine europäische Polizeibehörde, Europol,
schafft persönliche Beziehungen zwischen den einzelnen
Polizeiapparaten. Dazu beschloss der Europarat Instrumente
wie den Europäischen Haftbefehl, der das Auslieferungsverfahren
wesentlich vereinfacht.
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| Das Plakat zur Demonstration |
europa wächst zusammen
Schon seit 1976 kooperieren Regierungen und hochrangige
Repressionspezialisten im Rahmen der Konferenz TREVI
(Terrorisme, Radicalisme, Extremisme et Violence International)
fernab jeder ernsthaften öffentlichen Kontrolle
in Fragen polizeilicher und geheimdienstlicher Zusammenarbeit.
Damals dienten die in verschiedenen europäischen
Staaten agierenden bewaffnet kämpfenden Gruppen
(unter anderem RAF, Action Directe, Brigate Rosse) als
Vorwand zum Abbau von BürgerInnenrechten. Auch
heute ist die Strategie ähnlich: die jüngsten
Gesetzesverschärfungen wurden nach dem 11. September
2001 mit dem Verweis auf eine Bedrohung durch den "islamistischen
Terrorismus" schnell und unkompliziert durchgesetzt.
ein europa ohne grenzen?
Ein altes und wichtiges Mittel staatlicher Kontrolle
und Repression ist die Einschränkung der Bewegungsfreiheit.
In der BRD bekommen das Flüchtlinge zu spüren.
Ihre Organisierungsbemühungen werden durch die
so genannte Residenzpflicht schwer behindert. Im europäischen
Rahmen wenden die Behörden Meldeauflagen und Ausreiseverbote
vor Großereignissen an, um "verdächtige
Personen" fern zu halten. Hierfür wurden auch
die Grenzkontrollen, die nach dem Schengener Abkommen
eigentlich wegfallen sollten, willkürlich wieder
eingesetzt. An diesem Punkt werden grundlegende BürgerInnenrechte
angegriffen. Es ist unklar, nach welchen Kriterien die
Reisefreiheit eingeschränkt wird, und welche schnell
wirkenden Rechtsmittel dagegen gesetzt werden können.
der europäische haftbefehl
Das Auslieferungsverfahren innerhalb der EU ist aktuell
stark vereinfacht worden. Konnten die Staaten bis Ende
2003 nur an ein anderes Land ausliefern, wenn die vorgeworfene
Straftat auch im eigenen Land so definiert ist, gibt
es nun 32 "Deliktfelder", bei denen das nicht
erforderlich ist. Dazu zählen unter anderem die
"Unterstützung und Zugehörigkeit zu einer
kriminellen Vereinigung", "Terrorismus"
und "Cyberkriminalität". Die Formulierungen
sind sehr schwammig gehalten, und es ist für einen
Staat nun fast nicht mehr möglich, die Auslieferung
zu verweigern. Spanien war eine treibende Kraft beim
Zustandekommen dieses Haftbefehles und ist auch das
erste Land, dass ihn anwendet. Gleichzeitig ist es das
Land in der EU, in dem auf Polizeistationen gefoltert.
Problematisch könnte das Delikt der "Cyberkriminalität"
werden, denn wer kennt schon die Internetgesetze jedes
einzelnen EU-Staates? Und wo findet eine Straftat statt,
dort, wo der Server steht, oder wo sich die Tastatur
befindet?
"urbaner terrorismus"
"Terrorismus" ist traditionell ein dehnbarer
Begriff und seit seiner Entstehung dazu da, undemokratische
und willkürliche Maßnahmen zur Bekämpfung
gesellschaftlicher Opposition zu rechtfertigen. Ganz
in dieser Tradition stehen die Bestrebungen der Innen-
und Justizminister, "Demonstrationsstraftaten"
als "terroristisch" einzustufen. Die Idee
dazu kommt wieder aus Spanien: in einer Strafrechtsreform
2001 wurden "Gewalttätigkeiten" am Rande
von Demonstrationen als "urbaner Terrorismus"
benannt. Es gab auch schon Urteile dazu: ein Jugendlicher
aus Larrabetzu im Baskenland, der einen Geldautomaten
angezündet haben soll, wurde zu 12 Jahren Haft
verurteilt.
die prozesse in genua
In Genua läuft seit März 2004 ein Prozess
gegen 26 italienische AktivistInnen. Weitere Prozesse
gegen 50 - 60 Betroffene, unter anderem aus der BRD,
sind zu befürchten. Werden die Vorstellungen der
Staatsanwaltschaft umgesetzt , droht den Betroffenen
von 8 bis zu 15 Jahren Haft wegen "Verwüstung".
Dieser "Straftatbestand" wurde seit der Nachkriegszeit,
als damit die Beteiligung oder das Nichteinschreiten
bei "Plünderungen" von Geschäften
und Häusern verurteilt wurde, nicht mehr angewendet.
Italien versucht, eine neue Rechtslage zu schaffen,
nach der in Zukunft auch nicht beteiligte Anwesende
hoch verurteilt werden können.
solidarität ist eine waffe
Ziel von staatlicher Repression ist es zunächst,
ein Klima der Angst zu schaffen, ob offen oder unterschwellig,
um Menschen davon abzuhalten, effektiven Widerstand
gegen die existierenden Verhältnisse zu leisten
oder auch nur darüber nachzudenken. AktivistInnen
werden durch Gefängnisstrafen ganz unmittelbar
davon abgehalten, politischen Protest öffentlich
zu äußern. Verbote von Vereinigungen und
Beschlagnahmungen von Material sollen Organisationsstrukturen
und die Infrastruktur von Bewegungen lahm legen. Schließlich
dient jedes Gerichtsverfahren auch der öffentlichen
Verunglimpfung und Abwertung der dahinter stehenden
Bewegung - eine Verbreiterung der Proteste soll so verhindert
werden.
Gegen ihre Strategie der Internationalisierung der Repression
hilft nur die Internationalisierung von Solidarität
und Widerstand. Wir müssen die immer stärkere
Vernetzung der europäischen Polizei- und Justizbehörden
mit unserer eigenen Vernetzung beantworten. Wir können
die eigene Handlungsfähigkeit stärken, indem
wir uns mit möglichen Repressionsmaßnahmen
vorher auseinandersetzen und Gegenstrategien erarbeiten.
freiheit für die politischen gefangenen - gegen
repression und staatliche unterdrückung
Seit 1996 wird in der BRD der 18. März wieder als
Tag für die Freiheit der politischen Gefangenen
und gegen Repression und staatliche Unterdrückung
begangen. Aus Anlass dieses Datums rufen wir bundesweit
zu einer Demonstration am 19. März 2005 in Berlin,
unter dem Motto: Repression kennt keine Grenzen - Unsere
Solidarität auch nicht!
- dem ausbau des eu-repressionsapparates gemeinsam
entgegentreten!
- solidarität mit den angeklagten der g8-proteste
in genua!
- gegen die kriminalisierung linker proteste weltweit!
- freiheit für alle politischen gefangenen!
ÜnterstützerInnen:
ARI Antirassistische Initiative Berlin - Autonome KommunistInnen
- Bündnis gegen Isolation und das neue Strafvollzugsrecht
in der Türkei, Berlin - FelS intersol - FIB Flüchtlings
Initiative Brandenburg - gegeninformationsbüro
berlin - ggsoli genuagöteborgsoli - Gruppe Internationale
Solidarität Magdeburg - Libertad! - OIHUKA (Baskische
Solidarität) - PIRAT - rote aktion berlin - Rote
Hilfe e.V. OG Berlin - Tayad-Komitee
Tag der politischen Gefangenen in Stuttgart
von abc-rts - 19.03.2005 22:34 / http://de.indymedia.org/2005/03/109678.shtml
Ärger im Vorfeld - Kundgebung und spontane Aktion
Tag der politischen Gefangenen in Stuttgart
Ärger im Vorfeld - Kundgebung und spontane Aktion
Nachdem es im Vorfeld bereits Probleme mit dem hiesigen
Ordnungsamt gab, die ursprüngliche Genehmigung
der Kundgebung wurde auf Grund neuster polizeilicher
Erkenntnisse den Anmelder betreffend zurückgezogen,
trudelte am 16.03. schließlich die Erlaubnis für
eine anscheinend vertrauenswürdig genug erscheinende
ErsatzanmelderIn ein. So sammelten sich am 18.03. gegen
18:00 Uhr etwa 60 Leute vor dem Haupttor der JVA Stuttgart-Stammheim.
Begleitet wurde diese Kundgebung von etwa 20 Bullen,
sowie der obligatorischen Delegation des Stuttgarter
Staatschutzes. Die Redebeiträge waren auch für
die Gefangenen gut zu hören, das ließ sich
jedenfalls aus dem ausbrechendem Jubel und des Schlagens
gegen die Gitter nach jedem Beitrag schließen.
Neben dem Verlesen eines Beitrages des einsitzenden
Genossen Thomas Meyer-Falk, wurde u.a. auch die Fokusierung
nur auf politische Gefangene in der radikalen Linken
kritisiert, sowie die Frage nach der Legitimität
des Knastsystems im Allgemeinen aufgeworfen. In einem
weiteren Beitrag wurde Bezug auf die 4 von Aachen
genommen, deren Prozess am 23.03. beginnt, wohin auch
auf Flugblättern mobilisiert wurde. Zwischen den
Beiträgen wurde mit Parolen auf den Jubel der Gefangenen
geantwortet.
Parallel zur hierzu lief auch im Freien Radio Stuttgart
eine Sendung zur Thematik.
Nach dem offiziellen Ende der Kundgebung ging es spontan
auf die Rückseite des Knastes, wo wieder Parolen
gerufen wurden, was wieder mit Jubel und Schlagen gegen
die Gitter beantwortet wurde. Die Polizei hielt sich
hierbei im Gegensatz zu letztem Jahr zurück.
Am Abend gab es dann im BAZ 110 (Bedinget Autonomes
Zentrum in Stuttgart) noch eine Veranstaltung mit ehemaligen
Gefangenen aus Stammheim, die mit ca. 35 Leuten rege
besucht war. Anhand der persönlichen Berichte wurde
die Funktion und Funktionsweise der Gefängnisse
dargelegt und auch Leute aus dem persönlichen Umfeld
der Gefangenen berichteten über den Umgang mit
dieser Situation.
ABC RTS (Anarchist Black Cross)
noprison@lycos.de
Kundgebung in Heidelberg am Fr., 18. März 2005,
16.00 Uhr Anatomieplatz
Seit 1996 wird in der BRD der 18. März wieder
als Tag für die Freiheit
der politischen Gefangenen und gegen Repression und
staatliche
Unterdrückung begangen. Aus diesem Anlass rufen
wir für den 18. März
2005 zu einer Kundgebung auf, die sich gegen die Internationalisierung
der Repression im Rahmen der Europäischen Union
und die Kriminalisierung
linken Widerstandes weltweit richtet.
Dem Ausbau des EU-Repressionsapparates entgegentreten!
Solidarität mit den Angeklagten der G8-Proteste
in Genua!
Gegen die Kriminalisierung linker Proteste weltweit!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Rote Hilfe Heidelberg
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