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{Solidarität mit den Tablada Gefangenen - Übersicht}
 
   
Freiheit für die Tablada-Gefangenen

 

Seit Anfang September 2000 waren die überlebenden Gefangenen der Besetzung der Tablada-Kaserne 1989 im Hungerstreik für ihre Freilassung. Nach 116 Tagen brachen sie zum Ende des Jahres am 29.12.2000 ihren Hungerstreik ab.
"Der argentinische Präsident Fernando de la Rúa hat ein Dekret unterzeichnet, wonach neun der elf wegen des Überfalls auf die Kaserne „General Belgrano" in La Tablada verurteilten Häftlinge Mitte des Jahres 2002 die Freiheit wiedererlangen werden; zwei weitere sollen 2003 und 2005 freikommen. ... Nun muss die Justiz entscheiden, ob die Häftlinge auf Bewährung entlassen w erden können. Nach Bekanntwerden der Regierungsentscheidung haben die Verurteilten ihren 116 Tage dauernden Hungerstreik abgebrochen. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustands waren sie schon in verschiedene Krankenhäuser von Buenos Aires eingewiesen worden. Sie werden, wie ihr Sprecher sagte, noch weitere zehn Tage zur Behandlung in den Kliniken bleiben." (faz 02.01.01)

Erklärung der Angehörigen:
Liebe Freunde,
Am 116. Tag haben die Gefangenen von La Tablada den Hungerstreik beendet, da die argentinische Regierung eine Reduzierung ihrer Strafen vorgenommen hat. Obwohl diese Entscheidung, weder die zentrale Forderung, die Freiheit der Gefangenen, noch die Forderungen der Interamerikanischen Menschrechtenkommission (IACHR) einlöst, führt sie dazu, dass die Mehrheit der Gefangenen in ein System der Semifreiheit kommen können.
Dieser Erfolg ist das Ergebnis des ungebrochenen Kampfes unserer teuren gefangenen GenossInnen, die diesen Hungerstreik mit Entschlossenheit und mit der ständigen Unterstützung und Solidarität, die wir von Euch bekommen haben geführt haben. Deswegen wollen wir mit Euch unsere Freude für diesen Erfolg, der den Gefangenen die Freiheit immer näher bringt.
Mit einer solidarischen Umarmung
Angehörige der Gefangenen von La Tablada

Meldungen/Erklärungen/Aufrufe zum Hungerstreik Sept.-Dez.2000

Wer sind die Tablada-Gefangenen? Die Gefangenen kommen aus der Organisation Movimento Todo Por la Patrial (MTP) Argentiniens. Diese Organisation entstand 1986 als Sammlungsbewegung verschiedener politischer Strömungen.

Aus der Einschätzung heraus, daß in der Militärkaserne La Tablada, in der Nähe von Buenos Aires ein Putsch geplant wird, entschloß sich die Organisation 1989, das Militär an ihrem Vorhaben zu hindern und die Kaserne zu besetzen. Die Aktion endete im Massaker. Es standen 3.000 Soldaten gegen die 50 Besetzer/innen, die sich 20 Stunden wehrten und sich erst ergaben, nachdem genug Presse vor Ort wa. 31 GenossInnen starben. Acht Genossen wurden, nachdem sie gefangen genommen waren, ermordet oder sind bis heute verschwunden. Fünf Leichen konnten bis heute nicht identifiziert werden, weil sie durch Phosphorbomben völlig unkenntlich waren. Wo sie begraben wurden, wissen die argentinischen GenossInnen nicht.
Die demokratisch gewählte Regierung agierte damals mit den selben Methoden wie die Diktatur der Jahre 1976 bis 1983. Bereits Entwaffnete wurden ermordet, oder verschwanden, die Toten wurden an unbekannten Orten verscharrt.

„Wir wollten die Militärs daran hindern, die Panzer auf die Strasse zu bringen. Wir haben einen sehr hohen Preis bezahlt, aber den Putsch haben wir verhindert,“ sagte eine der Besetzerinnen, die nach 7 ½ Jahren Knast 1996 entlassen wurde.
Heute ist die Situation der Gefangenen zugespitzt. Die Männer sind seit 11 ½ Jahren im 18. Stock in Caceras, einem Knast ohne Sonne gefangenen. Sie haben keinen Hofgang. Die Frauen sind zusammen im Knast Ezeiza, nachdem sie vorher zwei Jahre in einem Männerknast isoliert waren. Enrique Gorriaràn ist allein im Knast Devoto isoliert. Pfarrer Antonio Pujanen steht unter Hausarrest, weil er schon weit über 70 Jahre alt ist.

Zum Hungerstreik September - Dezember 2000 :

 

Zum Hungerstreik im Mai:

Zum Hintergrund:

Auf der WWW-Seite der Libertad!-Zeitung "SO ODER SO" findet ihr folgende Texte:


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