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Ein Jahr nach Abu-Ghraib - Die Folter geht weiter
Nachrichten aus dem Archipel Folter

 


Vor einem Jahr wurden die Folterfotos aus Abu Ghraib veröffentlicht und lösten einen weltweiten Skandal aus. Ein Skandal allerdings, der an der Anwendung von Folter in der Welt nichts änderte




Ein Jahr nach Abu-Ghraib

Vor einem Jahr wurden die Folterfotos aus Abu Ghraib veröffentlicht und lösten einen weltweiten Skandal aus. Ein Skandal allerdings, der an der Anwendung von Folter in der Welt nichts änderte; der auch im konkreten, im Machtbereich der USA, nicht zu einer Einschränkung, sondern zu einer Effektivierung der Folter führte.

Die Nachrichten aus dem Archipel Folter zeigen das. (siehe http://www.libertad.de/antifolter2005/archipel-folter_01.shtml)Inzwischen wurden Einzelheiten des Rendition-Systems bekannt. Rendition heißt etwa Übertragung und bezeichnet das geheime US-Programm, bei dem Gefangene außerhalb des Rechtswegs weltweit entführt, verschleppt, festgehalten oder ausgetauscht werden.

Folter-Generäle erhalten Absolution

Und auch rechtzeitig zum Jahrestag des Abu-Ghraib-Folterskandals haben sich alle Verantwortlichen freigesprochen. Erst stellten sich die Politiker, Verteidigungsminister Rumsfeld und das restliche Personal im Weißen Haus und im Pentagon den Persilschein aus. Einige wurden befördert, wie der Hausjurist des Weißen Hauses Alberto Gonzales zum Justizminister, der Folterdoktrin der US-Armee in Abu Ghraib und Guantanamo mitbestimmt hat; Vize-Verteidigungsminister Wolfowitz soll Weltbank-Chef werden und John Negroponte, zuletzt Botschafter genannter Pro-Konsul in Bagdad.

Jetzt haben auch die Streitkräfte der USA die für die Folter im Irak verantwortlichen US-Generäle von jeder Schuld freigesprochen. Generalleutnant Ricardo Sanchez, früherer Oberkommandierender im Irak, hatte die in Guantanamo erprobten "Verhörtechniken" auch im Irak angeordnet. Zuvor waren sie von US-Verteidigungsminister Rumsfeld genehmigt worden. Eine Dienstverletzung läge nicht vor, sagte der zuständige Generalinspekteur der US-Army.

Das alles Gründe für eine radikale Anti-Folter-Kampagne: http://www.libertad.de/antifolter2005/antifolter2005.shtml


Suchwörter: Libertad : Folter
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Dokument veröffentlicht am 29.04.2005 um 22:58 Uhr durch OnlineRedaktion
zuletzt geändert am 29.04.2006 - 11:19
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