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Freiheit für alle politischen
Gefangenen weltweit!
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Wir sind aber heute nicht alleine auf der Strasse
Rede von Libertad! in Nürnberg
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Liebe Freundinnen und Freunde
Ich begrüße Euch alle im Namen der Initiative Libertad! für eine Kampanie für die Freiheit der politischen Gefangenen weltweit.
Wir haben uns heute hier versammelt, um gegen die politische Unterdrückung zu protestieren, um die Freiheit der politischen Gefangenen zu fordern.
Wir sind hier wenige, wir haben es nicht geschafft die anderen, die gegen Repression und für ein anderes Leben kämpfen zu mobilisieren.
Wir sind aber heute nicht alleine auf der Strasse.
In Stuttgart, Stammheim, Karlsruhe, Saarbrücken und das erste mal in Metz in Frankreich, in Frankfurt, Bonn, Hannover, Ingelheim, in Duisburg, Berlin, Erfurt und anderswo finden heute Demonstrationen, Protestkundgebungen, Strassentheateraufführungen, werden Filme über den Widerstand im Knast und draußen gezeigt, finden Diskussionen statt.
Warum der 18. März als Tag der Solidarität mit den politischen Gefangenen und deren Angehörigen?
Am 22.11.1922 auf dem 4. Weltkongreß der kommunistischen Internationale stellte Julian Marchlevski den Antrag die Internationale Rote Hilfe zu gründen.
Schon 6 Monate später am 18. März 1923 führte die Intern. Rote Hilfe den Intern. Tag der politischen Gefangenen durch.
Der 18 März wurde gewählt, weil er in der Geschichte der Klassenkämpfe große Bedeutung hatte.
Er erinnert an den Märzaufstand von 1848, an den Beginn der Pariser Commune 1871.Bis in die 20 er Jahre war der 18 März als der" Tag der Pariser Commune" und bis zu ihrem Verbot durch die Nazis führte die Deutsche Rote Hilfe Strassensammlungen durch, und besuchte die Gefangenen und deren Angehörigen.
1995 belebte die Initiative Libertad, auf Anraten der Roten Hilfe, den 18. März, als Aktionstag der Solidarität mit den politischen Gefangenen und als Tag gegen die politische Unterdrückung, so daß heute das 5. Mal bundesweit Veranstaltungen stattfinden.
Ziel von Libertad ist es zusammen mit Widerstands, Basis, Befreiungs- und kämpfenden Bewegungen einen weltweiten Aktionstag für die politischen Gefangenen auszurufen, so daß überall in der Welt am selbigen Tag Aktionen stattfinden.
Uns jetzt ein Zitat:
" Das ganze kapitalistische Gefängnisregime ist darauf angelegt die politischen Gefangenen körperlich und seelisch zu zermürmen, Folterungen, Karzer, Einzelhaft, geiststörende Arbeit, Schikanen, wie Fernhaltung revolutionärer Presse und Literatur, schlechte Kost u.s.w. sind tägliche Erscheinungen".
Dieses Zitat haben weder ich noch jemand anderes heute oder gestern geschrieben, sondern Clara Zetkin 1932. Wie man/frau sieht hat sich seit damals leider nichts geändert.
Überall auf der Welt, wo Widerstand gegen Repression, Ausbeutung, Faschismus, Diktaturen, Imperialismus und Krieg gibt, gibt es auch Verhaftung, Folter, Hunger, politische Gefangene, Tote.
Auch hierzulande gibt es politische Gefangene, Deutsche, Migranten, Exilanten, aus dem Widerstand und aus Befreiungs- und Nationalen Bewegungen.
Und nicht vergessen die RAF-Gefangenen, die zum Teil über 20 Jahre lang gequält werden, obwohl die RAF seit fast 8 Jahren nicht mehr existiert.
Wir fordern die sofortige Freilassung der Gefangenen aus der RAF und der anderen Gefangenen in Deutschland und weltweit und stellvertretend für die Gefangenen der ganzen Welt die Freilassung von Mumia Abu JAMAL und Apo ÖCALAN.
Suchwörter: 18.Maerz :
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© Libertad!
Dokument veröffentlicht am 18.03.2000 um 13:41 Uhr durch Libertad_Berlin
zuletzt geändert am
29.04.2006 - 11:19
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